Die thailändischen Behörden erarbeiten einen Notfall-Bergungs- und Eindämmungsplan, nachdem das unter myanmarischer Flagge fahrende Frachtschiff MV AYAR LINN auf einem Korallenriff in Ao Jak im Surin Islands Nationalpark auf Grund gelaufen ist. Das Schiff lief am 1. Juni auf Grund und beschädigte dabei einen 75 Meter langen Korallenabschnitt. Die schwersten Schäden fanden sich zwischen 45 und 75 Metern direkt unter dem Rumpf.
Eine vorläufige Inspektion ergab umfangreiche Schäden am Riff und zahlreiche zerstörte Korallenstrukturen. Beamte überwachen das Schiff auf Anzeichen eines Treibstofflecks, das das umliegende Meeresökosystem gefährden könnte. Aufgrund der Monsunbedingungen mit starkem Wind und rauer See ist es derzeit nicht sicher, mit den Bergungsarbeiten zu beginnen.
Als Reaktion darauf beriefen die Parkbehörden ein behördenübergreifendes Team ein und verabschiedeten einen Fünf-Punkte-Notfallplan. Zu den Maßnahmen gehören die Abdichtung der Treibstoffsysteme des Schiffes, der Einsatz von Ölsperren und die Unterstützung der Königlich Thailändischen Marine für eine schnelle Reaktion auf die Ölpest. Gegen die Verantwortlichen werden rechtliche Schritte eingeleitet, und die Umweltteams werden eine umfassende Schadensbewertung durchführen.
Das betroffene Gebiet wurde abgesperrt, um die Erholung des Riffs und die kontinuierliche Eindämmung zu ermöglichen. Trümmer werden beseitigt, und das Gebiet bleibt während der Restaurierungsarbeiten gesperrt. Behörden fordern Anwohner und Touristen dringend auf, das Gebiet aus Sicherheitsgründen zu meiden und die laufenden Arbeiten zu unterstützen.
Die Surin-Inseln in der Provinz Phang Nga gehören zu einem geschützten Meerespark, der für seine Artenvielfalt bekannt ist. Die Behörden arbeiten daran, langfristige ökologische Schäden zu minimieren und die mit der Strandung verbundenen Umweltrisiken einzudämmen.