Phuket -
Der Gouverneur der Provinz Phuket fordert die thailändische Zentralregierung auf, strengere Zonenvorschriften für den Verkauf und Konsum von Cannabis in der Provinz einzuführen, nachdem sich immer mehr Touristen über den Marihuanageruch in beliebten Reisezielen beschwert haben.
Gouverneur Sophon Suwannarat kündigte den Vorschlag während einer Gemeinderatssitzung am 18. Juni an. Er erklärte, dass eine wachsende Zahl internationaler Besucher, Anwohner und Reiseveranstalter ihre Besorgnis über die weitverbreitete Präsenz und den Geruch von Cannabis geäußert hätten, insbesondere in Gegenden, die von Familien und Touristen besucht würden, wie etwa der historischen Altstadt von Phuket.
„Wir haben wiederholt Berichte von Einheimischen und internationalen Reiseunternehmen erhalten, die Phuket im Ausland bewerben. Der Marihuanageruch in wichtigen Touristengebieten wird zu einem großen Problem“, erklärte Gouverneur Sophon.
Der vorgeschlagene Plan sieht vor, dass der Verkauf und Konsum von Cannabis auf klar definierte Zonen beschränkt wird, ähnlich denen für Nachtclubs und Unterhaltungslokale. Dieses Zonensystem würde es den lokalen Behörden ermöglichen, Cannabis-Unternehmen effektiver zu verwalten und das Image von Phuket als erstklassiges Reiseziel zu schützen.
Derzeit tauchen Marihuanaverkäufer an verstreuten Standorten in der ganzen Stadt auf, ohne dass es räumliche Vorgaben gibt. Dies führt zu Befürchtungen hinsichtlich Unruhen und negativer Wahrnehmungen bei Besuchern, die den Cannabiskonsum missbilligen.
Der Gouverneur fordert außerdem, dass das Gesundheitsministerium den Provinzverwaltungen mehr Befugnisse überträgt, indem es lokale Ausschüsse bildet, die für die Bewertung und Lizenzierung von Cannabis-Shops zuständig sind. Derzeit ist nur das Ministerium befugt, solche Lizenzen zu erteilen, was zu Engpässen und Rechtsunsicherheit führt.
„Die Zoneneinteilung trägt dazu bei, die Ordnung aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass Cannabis-Unternehmen in geeigneten Bereichen tätig sind“, sagte Sophon. „So ist beispielsweise der Verkauf oder Konsum von Cannabis in der Altstadt nicht zulässig, da das Gebiet ein vielfältiges Publikum anspricht.“
Auch Vertreter der Tourismusbranche betonten die Dringlichkeit des Problems und warnten, dass die mit Cannabis verbundenen Unannehmlichkeiten, wenn nichts unternommen werde, die Attraktivität Phukets schädigen und die Zahl der Touristen zurückgehen könnten – insbesondere bei Gruppen, die empfindlich auf Marihuanakonsum reagieren oder ihn ablehnen.
Da Phukets Wirtschaft stark vom internationalen Tourismus abhängig ist, versucht der Gouverneur mit seinem Vorschlag, ein Gleichgewicht zwischen Thailands sich entwickelnder Cannabispolitik und den Erwartungen internationaler Reisender zu finden. Da das Thema landesweite Aufmerksamkeit erlangt, richten sich nun alle Augen auf das Gesundheitsministerium, das entscheiden soll, ob der Antrag auf Zoneneinteilung umgesetzt wird.




