Phuket -
Die Gesundheitsbehörden in Phuket meldeten bis zum zweiten Quartal 6,622 insgesamt 2025 registrierte HIV-Fälle und 244 Neuinfektionen. Von den diagnostizierten Fällen erhalten derzeit 5,699 eine antiretrovirale Therapie. Dies entspricht einer Behandlungsrate von 86 % – knapp unter dem nationalen Ziel von 95 %.
Laut Frau Krittaya Charoensuk, einer Wissenschaftlerin für öffentliche Gesundheit, die die neuesten Daten vorstellte, ist der Bezirk Muang nach wie vor das am stärksten von sexuell übertragbaren Infektionen (STIs) betroffene Gebiet. Der Bericht hebt auch anhaltende Herausforderungen in Bezug auf die öffentliche Meinung und die Leistungserbringung im Gesundheitswesen hervor.
Eine kürzlich durchgeführte landesweite Umfrage ergab, dass 65.7 % des Gesundheitspersonals Bedenken hinsichtlich des Risikos einer HIV-Infektion durch Patienten äußerten. 50.3 % äußerten sich negativ über die Geburt von Kindern durch HIV-positive Personen. 21.2 % waren im vergangenen Jahr zudem Zeugen diskriminierenden Verhaltens im Gesundheitswesen geworden, und 25.1 % gaben an, sich nicht mit der Behandlung von Personengruppen mit erhöhtem HIV-Risiko zu befassen, wie etwa Männern, die Sex mit Männern haben, Transgender-Personen, Sexarbeitern und Drogenkonsumenten.
Zwischen 2020 und 2022 wurden sechs formelle Beschwerden wegen HIV-bezogener Menschenrechtsverletzungen eingereicht. Fünf Fälle wurden gelöst, einer wird noch geprüft.
Während in den USA klinische Tests für einen langwirksamen HIV-Impfstoff laufen, der mit einer einzigen Injektion bis zu sechs Monate Schutz bietet, stellen die hohen Kosten ein erhebliches Hindernis dar. Thailand hingegen hat Fortschritte bei der Prävention gemacht und bietet über das Nationale Gesundheitsamt (NHSO) eine kostenlose tägliche orale Präexpositionsprophylaxe (PrEP) an. Dieses Medikament senkt das HIV-Infektionsrisiko bei regelmäßiger Einnahme um etwa 80 %.
Herr Polawat Rojboonrit, Staatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft der Provinz Phuket, betonte die Bedeutung einer klaren Aufklärung und effektiver Vermittlungsprozesse zwischen Gesundheitsdienstleistern und HIV-positiven Menschen. Er forderte die Einführung stärkerer Mechanismen zum Schutz der Rechte, um systematischer Diskriminierung im öffentlichen Gesundheitssystem entgegenzuwirken.




