Phuket -
Während sich Thailands beliebtestes Inselziel auf die touristische Hochsaison vorbereitet, kämpfen die lokalen Behörden mit Hochdruck gegen eine wachsende Abfallwirtschaftskrise, die die öffentliche Gesundheit und die Umwelt gefährdet.
Gouverneur Sophon Suwannarat erklärte gegenüber dem Phuekt Express, dass in Phuket derzeit täglich rund 1,000 Tonnen Müll anfallen, während die bestehenden Anlagen nur 700 Tonnen verarbeiten können. Prognosen zufolge könnte die tägliche Abfallmenge in der kommenden Hochsaison auf 1,300 bis 1,400 Tonnen ansteigen und das System überfordern.
Um den Überlauf zu bewältigen, haben die Behörden die Deponiezelle Nr. 4 wieder geöffnet, was zu Geruchsbeschwerden aus den umliegenden Gemeinden führte. Als Reaktion darauf setzte die Stadt Phuket biofermentierte Lösungen zur Neutralisierung des Geruchs ein und beauftragte private Firmen mit der Sortierung des eingehenden Abfalls zur Umwandlung in Ersatzbrennstoff (EBS), der an Zementfabriken in der Provinz Saraburi verkauft wird.
Mit Blick auf die Zukunft investiert Phuket in eine langfristige Infrastruktur, um seine wachsende Abfallbelastung zu bewältigen:
- Eine zweite Müllverbrennungsanlage ist im Bau und soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein. Sie wird die Kapazität um 500 Tonnen pro Tag erhöhen, wodurch die Gesamtverarbeitungskapazität auf 1,200 Tonnen pro Tag steigt.
- Im Bezirk Thalang ist eine dritte Verbrennungsanlage geplant, die die Gemeinden im Norden Phukets versorgen und den Bedarf an Mülltransporten ins Stadtzentrum verringern soll.
- Als Standort wird der Bang Khanun Forest Park vorgeschlagen, über den derzeit mit der Dritten Flotte der Königlich Thailändischen Marine verhandelt wird.
Die Behörden gehen davon aus, dass die Abfallmengen im nächsten Jahrzehnt aufgrund des Tourismus und der Stadterweiterung weiter ansteigen werden.
Phuket bereitet sich auch auf die Umweltauswirkungen eines Immobilienbooms vor. Es werden über 16,000 neue Wohneinheiten erwartet. Die Expansion wird voraussichtlich zunehmen:
- Aufkommen von Haushaltsabfällen
- Abwassereinleitung
- Belastung von Straßen und öffentlicher Infrastruktur
Im Rahmen der Zusammenarbeit anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der thailändisch-chinesischen Beziehungen hat China Water angeboten, kostenlos Abwasseraufbereitungssysteme für vier Standorte in Phuket zu entwerfen. Zu den Zielbereichen gehören:
- Unterbezirk Cherng Thale (Thalang)
- Untergrundsystem für 50,000 Haushalte
- Budget: 400 Millionen Baht (100 Millionen Baht gesichert; Restbetrag vom thailändischen Umweltfonds beantragt)
- Gemeinde Sri Sunthorn
- Budget: 124 Millionen Baht
- Land wird vom Provinzgefängnis Phuket zur Verfügung gestellt
- Finanzierung aus kommunalen und Umweltfonds
- Gemeinde Karon
- Zwei bestehende Systeme vorhanden
- Bereit, ein neues Projekt mit gesicherter Finanzierung zu starten
- Unterbezirk Kamala
- Entwurf abgeschlossen
- Standortverlagerung aufgrund von Platzmangel erforderlich
In der Nähe der Sirinat-Nationalparkbrücke in Thalang ist ein kritischer Hotspot entstanden: Unbehandeltes Schwarzwasser aus einem Kanal fließt direkt ins Meer. Um dieses Problem zu lösen, hat die Abwasserbehörde 40 Millionen Baht für den Bau eines neuen Klärbeckens bereitgestellt.
Die Verwaltung des Unterbezirks Sakhu hat für die Anlage einen Pachtvertrag für das Tempelgelände in Nai Yang abgeschlossen. Zusätzliche Mittel kommen aus den Reserven der Provinz (2 Millionen Baht) und privaten Spenden (600,000 Baht) – insgesamt also 2.6 Millionen Baht. Das aufbereitete Wasser soll für die zukünftige Verwendung wiederverwendet werden.




