Phuket-
Die örtlichen Behörden in Phuket haben zum zweiten Mal innerhalb eines Monats einen Mann festgenommen, der illegal einen geschützten Plumplori, einen nachtaktiven Primaten aus Südostasien, besaß und ausnutzte, um von Touristen Geld zu erpressen.
Die Festnahme erfolgte am Abend auf dem Karon Walking Street Market, einem beliebten Touristenziel in Phuket. Trin Thipmongkol, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Karon, leitete den Einsatz gemeinsam mit Mitgliedern des Gemeinderats, örtlichen Ordnungsbeamten und Wildhütern aus dem Jagdverbotsgebiet Khao Phra Thaeo. Das Team reagierte auf Beschwerden aus der Bevölkerung über mutmaßliche Tierquälerei im Zusammenhang mit Plumploris, die für Touristenfotos vorgeführt wurden.
Bei ihrer Ankunft trafen die Beamten auf dieselbe Person, die bereits am 10. Oktober 2025 festgenommen worden war und erneut ausländischen Touristen einen Plumplori für Fotos anbot. Das Tier wurde unter hellem Licht und Lärm gehalten und posiert – eine für diese sensible, nachtaktive Art äußerst belastende Umgebung.
Die Behörden erstatteten Anzeige auf der Polizeistation Karon wegen illegalen Besitzes eines geschützten Wildtieres gemäß dem thailändischen Naturschutzgesetz BE 2562 (2019). Der Plumplori wurde zur Rehabilitation und späteren Auswilderung in das Wildtierzuchtzentrum Phang Nga gebracht.
Trotz ihres großen Blicks und ihres scheinbar sanftmütigen Wesens eignen sich Plumploris weder als Haustiere noch als Fotomotive. Sie stehen in Thailand unter Naturschutz und gelten als gefährdet. Viele werden als Jungtiere in freier Wildbahn gefangen, schmerzhaften Eingriffen wie dem Entfernen von Zähnen unterzogen, um Bisse zu verhindern, und unnatürlichen Bedingungen ausgesetzt, die ihre Gesundheit und ihren Überlebensinstinkt stark beeinträchtigen.
Der Einsatz von Blitzlichtfotografie und die ständige Berührung durch Fremde verursachen immensen Stress für diese nachtaktiven Tiere, deren große Augen an die Dunkelheit angepasst sind – und nicht an das grelle Licht der Touristenkameras.
Manche Touristen glauben zwar, mit dem Kauf von Tierfotos die lokale Bevölkerung zu unterstützen, doch Tierschützer warnen davor, dass solche Aktionen den illegalen Wildtierhandel und das Leid der Tiere weiter anheizen. Jedes Foto und jeder ausgegebene Baht trägt dazu bei, dass ein weiteres Tier aus seinem natürlichen Lebensraum entfernt wird.
Die Behörden appellieren an die Öffentlichkeit, keinen Kontakt zu Straßenhändlern aufzunehmen, die Wildtiere anbieten, und solche Vorfälle dem thailändischen Ministerium für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenschutz über die 24-Stunden-Hotline 1362 zu melden.




