Phuket—
Die Behörden haben die Leichen eines Mannes und einer Frau aus einem Pickup-Truck geborgen, der am frühen Dienstagmorgen auf der Sarasin-Brücke eine Barriere durchbrochen hatte und ins Meer gestürzt war.
Der Vorfall ereignete sich am 18. November gegen 3:20 Uhr, als ein schwarzer Toyota Vigo Pickup-Truck auf der Phang-Nga-Seite der Brücke in der Nähe von Ban Tha Nun im Unterbezirk Khok Kloi eine Betonbarriere durchbrach. Das Fahrzeug stürzte daraufhin ins Meer und sank auf den Meeresgrund.
Ersten Berichten zufolge handelte es sich bei dem Fahrer um den 49-jährigen Treephat Rattanapong aus dem Bezirk Ban Na Doem in der Provinz Surat Thani. Seine Leiche wurde angeschnallt auf dem Fahrersitz gefunden; er umklammerte eine geschnitzte Holzstatue der chinesischen Göttin Guan Yin. Rettungstaucher der Kusoldharm-Stiftung und des Katastrophenschutzamtes von Phang Nga (DPMO) bargen das Fahrzeug an der Unfallstelle.

Während erste Augenzeugenberichte darauf hindeuteten, dass der Fahrer allein war, ergaben weitere Ermittlungen ein zweites Opfer. Taucher entdeckten später die Leiche einer Frau im Fahrzeug, was den Verdacht der Familie des Opfers bestätigte, dass er am selben Abend zuvor mit seiner Freundin das Haus verlassen hatte.
Laut Angehörigen verließ das Paar den Ort kurz nach Mitternacht gemeinsam. Die Frau soll zuvor noch eine Abschiedsnachricht über Messenger geschickt haben, bevor der Kontakt abbrach. Die Familie hatte nicht damit gerechnet, dass die Situation an der Sarasin-Brücke, einem Ort, der seit jeher mit tragischen Liebesgeschichten in Verbindung gebracht wird, zu einem tödlichen Unfall führen würde.
Der einheimische Fischer Nattawut Wongnui, der den Vorfall beobachtet hatte, berichtete, er habe einen schwarz gekleideten Mann gesehen, der in der Nähe der Unfallstelle unruhig auf und ab ging. Augenblicke später sah er denselben Mann mit einem schwarzen Pickup mit hoher Geschwindigkeit auf die Absperrung zurasen. „Ich musste zur Seite springen“, erinnerte er sich. „Der Lkw durchbrach das Geländer und verschwand im Meer.“
Aufnahmen einer Überwachungskamera bestätigten die Theorie, dass der Unfall vorsätzlich herbeigeführt wurde. Sie zeigten, wie der Fahrer mit seinem Fahrzeug eine Betonbarriere, die den Zugang zur Brücke versperrte, beiseite schob, bevor er auf den Rand zuraste.
Die Rettungsmaßnahmen verzögerten sich aufgrund starker Meeresströmungen, doch das Fahrzeug konnte schließlich geortet und geborgen werden. Die Behörden führen ihre Ermittlungen fort, um die genauen Umstände des Vorfalls, einschließlich des Motivs und des zeitlichen Ablaufs, der zu der Tragödie führte, zu klären.





