Phuket -
Eine 30-jährige Frau wurde in Phuket verhaftet, weil sie angeblich persönliche Daten für ein betrügerisches Nachnahme-Schema geliefert hatte, das ahnungslose Verbraucher in ganz Thailand ins Visier nahm.
Unsere bisherige Geschichte:
Nun zum Update:
Die Festnahme erfolgte nach einer Untersuchung unter der Leitung von Polizeioberst Chatree Chukaew, dem Leiter der Polizei von Phuket. Dieser hatte am 16. November ein Team zur Inspektion eines verdächtigen Lagerhauses in der Boat Plaza 143/96 im Stadtteil Ratsada entsandt. Die Behörden hatten Hinweise erhalten, dass die Einrichtung zur Verteilung von nicht bestellten Waren unter dem Deckmantel legitimer Nachnahmegeschäfte genutzt wurde.
Laut Polizeiangaben wurde das Lager von einem ehemaligen Online-Händler angemietet, der angeblich Produkte an Personen versandte, die nie bestellt hatten. Der Betrug basierte auf gefälschten Empfängerlisten, und die Ermittler stellten fest, dass die Masche täglich Einnahmen von fast 100,000 Baht generierte.
Heute um 11:00 Uhr vernahm Polizeioberst Kitipong Klaikaew, stellvertretender Kommandant der Provinzpolizei Phuket, gemeinsam mit Polizeioberst Chatree die Verdächtige, die nur als Frau Nun (Pseudonym) identifiziert wurde, auf der Polizeiwache in Phuket-Stadt. Frau Nun wurde aufgrund eines Haftbefehls des Provinzgerichts Phuket vom 18. November festgenommen.
Sie wird der Beihilfe zum Betrug und der unrechtmäßigen Erhebung, dem Besitz und der Weitergabe personenbezogener Daten zum Zweck der Nutzung bei Straftaten im Technologiebereich beschuldigt. Die Ermittler werfen Frau Nun vor, Kundendaten an den Lagerbetreiber verkauft oder mit ihm getauscht zu haben. Dieser habe die Namen dann auf Pakete gedruckt, die bundesweit per Nachnahme versandt wurden – obwohl die Empfänger den Käufen nie zugestimmt hatten.
Frau Nun soll während des ersten Verhörs alle Anklagepunkte gestanden haben. Die Behörden weiten die Ermittlungen nun aus, um festzustellen, ob weitere Personen an dem Komplott beteiligt waren.




