Hat Yai, Songkhla
Die Hochwasserlage in Hat Yai hat sich zu einer ausgewachsenen Krise entwickelt. Gouverneur Rutsat Chidchu von Songkhla ordnete daraufhin die sofortige Evakuierung aller Bewohner aus den gefährdeten Gebieten an. Im gesamten Bezirk wurden Notunterkünfte eingerichtet, und Militär- sowie Freiwilligenkräfte wurden mobilisiert, um Soforthilfe zu leisten.

Nachdem der Wasserstand gestern Morgen kurzzeitig gesunken war, kehrten einige Anwohner in ihre Häuser zurück, um ihre Grundstücke zu säubern. Doch heute Morgen um 3 Uhr ergoss sich eine Flutwelle aus dem Bezirk Sadao über die Kanäle R.1 und U-Taphao nach Hat Yai. Der Wasserstand steigt weiter an und übertrifft die bisherigen Höchststände.
Angesichts der sich verschärfenden Lage wurde heute Morgen im Kommandozentrum des 42. Militärbezirks eine Dringlichkeitssitzung einberufen. Die Behörden ordneten die Evakuierung aller gefährdeten Bevölkerungsgruppen in ausgewiesene Notunterkünfte an. Die Hauptnotunterkunft im Auditorium der Prinz-von-Songkla-Universität bietet Platz für etwa 5,000 Personen, während eine Ausweichunterkunft an der Songkhla-Rajabhat-Universität 2,000 Personen aufnehmen kann. Weitere Einrichtungen wurden vom Ministerium für Soziale Entwicklung und Menschliche Sicherheit, der Königlich Thailändischen Marine und anderen Behörden bereitgestellt.

Gouverneur Rutsat betonte die Dringlichkeit der Evakuierung und warnte, dass der Wasserstand voraussichtlich gegen 4 Uhr seinen Höchststand erreichen werde. Über 100 Militärfahrzeuge und Boote wurden in Hat Yai eingesetzt, unterstützt von Marineeinheiten und der Ruamkatanyu-Stiftung, um die sichere Umsiedlung der Bewohner und die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern zu gewährleisten.
Die Behörden wiesen darauf hin, dass sich die Entwässerung verbessern könnte, wenn die Regenfälle nachlassen und der Meeresspiegel niedrig bleibt, sodass das Hochwasser aus dem R.1-Kanal schneller in den Golf von Thailand abfließen kann. In der Zwischenzeit werden Anwohner, die Lebensmittel, Trinkwasser oder andere lebensnotwendige Güter benötigen, dringend gebeten, sich direkt an das Kommandozentrum des 42. Militärbezirks zu wenden. Lokale Verantwortliche, Gemeinderatsmitglieder und Vertreter der Bevölkerung wurden aufgefordert, Listen der eingeschlossenen Anwohner zu erstellen, um eine umfassende Hilfsversorgung zu gewährleisten.
Gouverneur Rutsat schloss mit einem eindringlichen Appell:
„Ich fordere alle Bewohner der Risikogebiete dringend auf, unverzüglich zu evakuieren. Nur so kann ein effektives Krisenmanagement und eine zeitnahe Hilfeleistung während dieses Notfalls gewährleistet werden.“





