BISMARCK, North Dakota –
Eine Bundesjury in North Dakota hat Anklage gegen Sean D. Snyder in sieben Punkten erhoben. Dem 46-jährigen US-Bürger wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren wiederholt nach Phuket, Thailand, gereist zu sein, um zwei Minderjährige sexuell auszubeuten.
Aus diese Woche freigegebenen Gerichtsakten geht hervor, dass Snyder, ehemals wohnhaft in der Gegend um Bismarck, mehrfach nach Phuket reiste, um dort gezielt sexuelle Handlungen mit Kindern vorzunehmen. Laut Staatsanwaltschaft erstreckte sich der Missbrauch des ersten Opfers von etwa 2018 bis Ende November 2024, während das zweite Opfer mutmaßlich zwischen 2023 und Mitte August 2025 missbraucht wurde.
Die Anklage wirft Snyder Folgendes vor:
– Drei Anklagepunkte wegen internationaler Reisen mit der Absicht, unzulässige sexuelle Handlungen vorzunehmen
– Drei Anklagepunkte wegen tatsächlicher Beteiligung an ungesetzlichen sexuellen Handlungen im Ausland
– Eine Anklage wegen Besitzes von kinderpornografischem Material
Die Behörden entdeckten Berichten zufolge auf einem bei Snyder beschlagnahmten Smartphone ein eindeutiges Bild und ein Video mit einem Minderjährigen.
Snyder wurde Anfang des Monats verhaftet und befindet sich derzeit ohne Kaution im Burleigh-Morton-Gefängnis in Bismarck in Untersuchungshaft. Er erschien am Montag, dem 24. November, erstmals vor Gericht und plädierte bei der Anhörung vor der US-Magistratsrichterin Alice R. Senechal auf nicht schuldig.
Der Fall wird von der Staatsanwaltschaft des Bezirks North Dakota mit Unterstützung des FBI und der Abteilung für Innere Sicherheit (HSI) verfolgt. Weitere Details zur Untersuchung und zu den Opfern wurden zum Schutz ihrer Privatsphäre nicht veröffentlicht. Das Foto und der Name des Verdächtigen wurden von den Behörden North Dakotas öffentlich bekannt gegeben.
Wird Snyder in allen Anklagepunkten für schuldig befunden, drohen ihm bis zu 30 Jahre Haft im Bundesgefängnis für jeden einzelnen der Anklagepunkte im Zusammenhang mit Reisen und Verhalten, zuzüglich einer weiteren obligatorischen Mindeststrafe von 10 Jahren für den Anklagepunkt des Besitzes.





