Bangkok – 8. Dezember 2025
Das thailändische Verteidigungsministerium hat Kambodscha scharf verurteilt, nachdem kambodschanische Truppen am Sonntagnachmittag angeblich das Feuer auf thailändische Soldaten eröffnet hatten, die routinemäßige Straßeninstandhaltungsarbeiten entlang eines umstrittenen Grenzabschnitts in der Provinz Si Sa Ket durchführten.
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:15 Uhr in der Nähe von Phu Pha Lek und Phlan Hin Paet Kon im Bezirk Kantharalak. Laut Angaben des thailändischen Verteidigungsministeriums verbesserte eine Pioniereinheit der Königlich Thailändischen Armee einen Feldweg zwischen Phu Pha Lek und dem Kontrollpunkt Phieng Fa, als kambodschanische Streitkräfte das Feuer eröffneten.

Zwei thailändische Soldaten wurden verwundet: Einer erlitt einen Beinschuss, der andere wurde an der Brustplatte seiner Schutzweste getroffen, was zu Prellungen und Atembeschwerden führte. Beide wurden ins Krankenhaus von Kantharalak gebracht und befinden sich in stabilem Zustand.
Die thailändischen Behörden gaben an, dass kambodschanische Truppen daraufhin eine Granate aus einer rückstoßfreien Kanone auf thailändisches Territorium abfeuerten. Thailändische Soldaten erwiderten das Feuer gemäß den Einsatzregeln und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Der Schusswechsel dauerte bis etwa 14:50 Uhr, anschließend beruhigte sich die Lage.

Stunden später behauptete Kambodschas stellvertretender Premierminister und Verteidigungsminister, General Tea Seiha, in den sozialen Medien, thailändische Streitkräfte hätten zuerst das Feuer eröffnet und kambodschanische Truppen hätten nicht zurückgeschossen. Das thailändische Verteidigungsministerium wies diese Behauptung entschieden als „unwahr und unverantwortlich“ zurück und verwies auf die Verletzungen thailändischer Soldaten als eindeutigen Beweis dafür, dass kambodschanische Streitkräfte den Angriff initiiert hatten.
Das Ministerium warf Kambodscha zudem vor, die Spannungen absichtlich zu eskalieren, und verwies auf ein Muster jüngster Provokationen entlang der Grenze. Es erklärte, der Vorfall komme einem gezielten Angriff auf thailändische Truppen gleich.

Thailändische Militärbeamte erklären, dass die Streitkräfte entlang der Grenze in höchster Alarmbereitschaft bleiben, während diplomatische Kanäle daran arbeiten, eine weitere Eskalation zu verhindern.
Fotos mit freundlicher Genehmigung der Königlich Thailändischen Armee
Die Originalversion dieses Artikels finden Sie unter Die Pattaya-Nachrichten.




