Phuket-
Thailands Anti-Geldwäsche-Behörde (AMLO) hat in Phuket eine Luxus-Superyacht im Wert von mehr als 1 Milliarde Baht (ca. 28 Millionen US-Dollar) beschlagnahmt. Dies geschah im Rahmen eines umfassenden Vorgehens gegen ein transnationales Betrügersyndikat, das mutmaßlich für den Betrug an Opfern in Höhe von über 9 Milliarden Baht (250 Millionen US-Dollar) verantwortlich ist.
AMLO teilte dem Phuket Express mit, dass die in der Schweiz registrierte, aber thailändischen Eigentümern zugeordnete Yacht zu den wertvollsten Vermögenswerten gehört, die im Fall „Miss Tangthai and Associates“ beschlagnahmt wurden.

Die Ermittler deckten auf, dass das Syndikat seit 2018 aktiv war und mutmaßlich groß angelegte Online-Betrügereien mit Opfern in mehreren Ländern verübte. Die Gelder wurden über sogenannte „Mule-Konten“ geschleust und anschließend über Einzelpersonen und Unternehmen weiterverteilt, wodurch die Geldflüsse verschleiert wurden. Einige Transaktionen wurden mit Vollmachten durchgeführt, sodass Dritte im Namen des Netzwerks Gelder transferieren konnten.
AMLOs Finanzermittlungen deckten Verbindungen zu kambodschanischen Staatsangehörigen auf, wobei Teile der illegalen Erträge in thailändische Unternehmen reinvestiert wurden. Die Behörden konnten die wirtschaftlich Berechtigten der Vermögenswerte identifizieren, was die Grundlage für deren dauerhafte Beschlagnahme bildete.

Die Beschlagnahme vom 25. Dezember folgte einer früheren einstweiligen Einziehungsanordnung vom 2. Dezember 2025, die sich auf dieselbe unter Schweizer Flagge fahrende Yacht bezog. Weitere mit dem Netzwerk in Verbindung stehende Vermögenswerte werden weiterhin untersucht, und es werden weitere Beschlagnahmungen erwartet.
Seit Anfang 2025 haben die Behörden über 90 separate Betrugsfälle dokumentiert, die mit dem Syndikat in Verbindung stehen. Die gemeinsame Operation von AMLO und dem thailändischen Zentralen Ermittlungsbüro führte außerdem zu Haftbefehlen gegen wichtige Verdächtige.

Offizielle Stellen erklärten, die Razzia ziele nicht nur darauf ab, die Täter vor Gericht zu bringen, sondern auch zu verhindern, dass kriminelle Erträge in die thailändische Wirtschaft gelangen. Durch die Zerschlagung der Finanzinfrastruktur des Syndikats hoffen die Behörden, sowohl inländische als auch internationale Opfer vor weiterem Schaden zu bewahren.





