Japaner, der eine falsche Raubüberfallanzeige erstattete, wurde in Phuket ins Gefängnis geschickt.

Phuket -

In einer bizarren Wendung der Ereignisse, die Einheimische und Touristen gleichermaßen fassungslos macht, wurde ein Japaner, der einen Raubüberfall auf den Straßen von Patong gemeldet hatte, zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, nachdem die Polizei die Wahrheit aufgedeckt hatte: Es war kein Verbrechen geschehen.

Die Polizei von Patong teilte dem Phuket Express am Mittwoch (7. Januar) mit, dass der Vorfall, der zuerst in den sozialen Medien mit spöttischen Bildunterschriften wie „Kein Drama? Wir werden welches für euch erfinden – die Polizei von Patong liefert“ auftauchte, die Risiken der Fälschung von Berichten in Thailands Touristenhochburg aufzeigt.

Laut Online-Berichten ereignete sich der Vorfall am 2. Januar 2026 gegen 8:00 Uhr auf der Thaworn Road in Patong. Ein nicht identifizierter japanischer Staatsbürger erstattete Anzeige bei der Polizei und gab an, Opfer eines Raubüberfalls geworden zu sein – ein in der Gegend häufiges Delikt, bei dem Gelegenheitsdiebe unaufmerksame Besucher ausnutzen.

Die Polizei von Patong leitete umgehend Ermittlungen ein und entsandte Beamte zum Tatort, um Beweise zu sichern. Dazu gehörten die Auswertung von Überwachungskameraaufnahmen und die Befragung potenzieller Zeugen. Die Ermittlungen brachten jedoch bald Ungereimtheiten ans Licht. Es wurden weder Anzeichen eines Kampfes noch eines Einbruchs oder sonstige physische Beweise für einen Raubüberfall gefunden.

Als der Mann vom ermittelnden Beamten zur Vernehmung vorgeladen wurde, gestand er, eine falsche Anzeige erstattet zu haben. Die Motive sind weiterhin unklar, doch in den sozialen Medien kursieren Spekulationen, die von Geltungssucht bis hin zu versuchtem Versicherungsbetrug reichen.

Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten. Die Polizei klagte ihn wegen vier Verstößen gegen thailändisches Recht an, darunter die Abgabe einer falschen Erklärung gegenüber einem Amtsträger – ein schwerwiegender Verstoß, der das Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden untergräbt und wertvolle Ressourcen in einem Gebiet verschwendet, das bereits durch tatsächliche Verbrechen gegen Touristen stark belastet ist.

Der Fall ging an das Provinzgericht Phuket, das den Mann für schuldig befand. Er wurde zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt, was bedeutet, dass er die volle Strafe absitzen muss, sofern seine Berufung nicht erfolgreich ist.

Während sich Patong auf die Zeit nach Neujahr vorbereitet, dient diese warnende Geschichte als Mahnung: Im Paradies ist die Wahrheit seltsamer und manchmal kostspieliger als die Fiktion.

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Goong Nang Suksawat
Goong Nang ist eine Nachrichtenübersetzerin mit über acht Jahren Berufserfahrung für verschiedene Nachrichtenorganisationen in Thailand und arbeitet seit über sechs Jahren für The Pattaya News. Sie ist spezialisiert auf Lokalnachrichten aus Phuket und Pattaya sowie auf einige nationale Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Übersetzungen zwischen Thai und Englisch sowie der Vermittlung zwischen Reportern und englischsprachigen Autoren. Ursprünglich stammt sie aus Nakhon Si Thammarat, lebt aber in Phuket und Krabi, außer wenn sie zwischen den drei Orten pendelt.