Koh Phangan, Surat Thani – Die thailändische Touristenpolizei hat eine Luxusvilla auf der beliebten Insel Koh Phangan durchsucht, eine nächtliche Drogenparty aufgelöst und vier israelische Staatsangehörige festgenommen. Die Behörden beschlagnahmten erhebliche Mengen an Kokain und Ketamin sowie weitere Drogen. Die Aktion ist Teil der laufenden Bemühungen, gegen internationale Drogenkriminalität in Touristenhochburgen vorzugehen.
Der Einsatz fand in den frühen Morgenstunden des 11. Januar 2026 in einem Luxushotel in Moo 4 im Unterbezirk Koh Phangan statt. Beamte der Touristenpolizei (Einheit 5) stürmten in Abstimmung mit den örtlichen Behörden das Anwesen, nachdem Hinweise auf verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Drogenkonsum und -handel während einer nächtlichen Feier vorlagen.
In der Villa entdeckten Beamte auf Tischen verstreutes weißes Pulver, das sich später als Kokain (3.32 Gramm) und Ketamin (28.99 Gramm) herausstellte, sowie MDMA-Pulver (0.86 Gramm) und 29 E-Zigaretten, die mutmaßlich zum Drogenkonsum verwendet wurden. Zwei israelische Frauen, Michal (24) und Jennifer (23), wurden vor Ort festgenommen. Ein weiterer, nicht identifizierter israelischer Mann wurde ebenfalls dort verhaftet.

Weitere Ermittlungen führten die Polizei zu einer Razzia in einem nahegelegenen Haus des 48-jährigen israelischen Staatsbürgers Regev, der als Drogenlieferant verdächtigt wird. In seinem Anwesen in Moo 6 beschlagnahmten die Beamten weitere Drogen: 33.36 Gramm Kokain, 16.07 Gramm Ketamin und 23 MDMA-Pillen (sowie 10.39 Gramm MDMA-Pulver) und 79,000 Baht Bargeld.
Alle vier Verdächtigen wurden wegen schwerer Verstöße gegen das thailändische Betäubungsmittelgesetz angeklagt. Dazu gehören Besitz und Vertrieb von Betäubungsmitteln der Kategorie 1 (wie MDMA) und Substanzen der Kategorie 2 (Kokain und Ketamin) sowohl zum Eigengebrauch als auch zum Verkauf. Dem Lieferanten drohen die härtesten Strafen, darunter lange Haftstrafen nach thailändischem Recht, das für seine strenge Haltung gegenüber Drogenhandel bekannt ist.
Bei der Gruppe handelt es sich mutmaßlich um ein transnationales Drogennetzwerk, das es auf ausländische Touristen auf der Insel abgesehen hat. Die Verdächtigen sollen die Drogen über Messenger-Dienste wie WhatsApp bezogen und sie zu überhöhten Preisen (etwa 4,500 Baht pro Gramm) an Partygänger verkauft haben. Die Behörden gehen davon aus, dass die Organisation die Expat- und Touristengemeinschaft auf Koh Phangan, einem für seine Strände und sein Nachtleben beliebten Reiseziel, mit Drogen versorgte.

Thailändische Behörden betonen ihre Nulltoleranz gegenüber Drogendelikten von Ausländern. Nach Einleitung eines Gerichtsverfahrens drohen Abschiebung und Einreiseverbot. Die israelische Botschaft in Bangkok wurde, wie in Fällen mit ausländischen Staatsangehörigen üblich, informiert.
Die Tourismuspolizei appelliert weiterhin an die Besucher, die lokalen Gesetze zu beachten und warnt, dass Drogenkriminalität in Thailand unabhängig von der Nationalität schwerwiegende Folgen hat. Die Ermittlungen dauern an, mögliche Verbindungen zu internationalen Netzwerken werden geprüft.




