Phuket -
Die Polizei hat einen mutmaßlich von einer Gruppe russischer Staatsangehöriger betriebenen Drogenring zerschlagen. Ihnen wird vorgeworfen, unter dem Deckmantel der spirituellen „Stresstherapie“ halluzinogene Pilze (Zauberpilze) an ausländische Touristen verkauft zu haben.
Die Polizei der Region 8 teilte dem Phuket Express mit, dass am Montag (12. Januar) ein Durchsuchungsbefehl in einem gemieteten Haus in Rawai vollstreckt wurde. Bei der Razzia wurden 140 Säcke sichergestellt. Psilocybe cubensis Pilze (Zauberpilze), in Thailand gemeinhin als „hed khii kwai“ (Büffeldungpilze) bekannt, mit einem Gewicht von ungefähr 10 Kilogramm.

Auf dem Grundstück nahmen Beamte zwei russische Männer namens Rinat und Aleksandr fest, die mutmaßlich im Besitz der Drogen waren. Eine dritte Verdächtige, eine russische Frau namens Landiysh, flüchtete vor der Razzia und ist weiterhin auf der Flucht. Die beiden Männer wurden wegen Besitzes von Betäubungsmitteln der Kategorie 5 mit Verkaufsabsicht angeklagt, während die Polizei weiterhin nach der weiblichen Verdächtigen fahndet.

Die Behörden gaben an, die Gruppe habe einen provisorischen „Pilztempel“ errichtet und sich als Anbieter alternativer Stressbewältigungsmethoden und spiritueller Heilung präsentiert. Touristen mussten Berichten zufolge Gebühren für die Teilnahme an pilzinduzierten „Therapiesitzungen“ entrichten.

Beschwerden aus der Öffentlichkeit ließen vermuten, dass einige Teilnehmer betrunken wurden und eine weitere „Behandlung“ benötigten, was Besorgnis über Ausbeutung und Reputationsschäden für die Tourismusbranche von Phuket auslöste.

Generalmajor Lertchai Champathong, Kommandeur der Ermittlungsabteilung der Region 8, ordnete die Operation an, nachdem er Hinweise erhalten hatte, dass die Gruppe es auf ausländische Besucher abgesehen hatte. Beamte äußerten zudem die Besorgnis, dass die Pilze auf bevorstehenden Musikfestivals in Phuket verteilt werden könnten, wodurch sich die Risiken potenziell noch verstärken würden.





