Phuket -
Die Polizei von Chalong hat nach einer Untersuchung, die mit einem örtlichen Verkehrsunfall begann, eine mutmaßliche Strohmann-Geschäftsbeziehung eines Belarussen mit Beteiligung eines Motorradverleihunternehmens aufgedeckt.
Die Polizei von Chalong teilte dem Phuket Express mit, dass die Ermittler nach einem schweren Motorradunfall eine Spur zu einem Motorradverleihunternehmen in Chalong zurückverfolgt haben. Die Behörden werfen einem belarussischen Staatsbürger vor, das Unternehmen faktisch kontrolliert zu haben, indem er thailändische Staatsbürger als Strohmänner einsetzte, um die Beschränkungen für ausländische Beteiligungen zu umgehen.
Nach thailändischem Recht dürfen Ausländer bis zu 49 Prozent der Anteile an bestimmten Unternehmen halten, während thailändische Staatsangehörige mindestens 51 Prozent besitzen müssen. Im vorliegenden Fall stellte die Polizei jedoch fest, dass die thailändischen Anteilseigner ihre Anteile später an den ausländischen Partner übertragen hatten. Die thailändischen Strohmänner waren Berichten zufolge weder in die Geschäftsführung noch in den operativen Betrieb des Unternehmens eingebunden.
Laut polizeilichen Ermittlungen führte der belarussische Staatsbürger das Geschäft selbstständig, registrierte die Firma, verwaltete die Vermietungen und nahm die Zahlungen direkt entgegen. Diese Vorgehensweise, so die Ermittler, untergräbt die thailändischen Investitionsgesetze, die die Beteiligung lokaler Unternehmen an Schlüsselindustrien schützen sollen.
Es wird erwartet, dass im Anschluss ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird, da die Polizei weiterhin Beweise für die Geschäftstätigkeit und die Finanztransaktionen des Unternehmens sammelt.




