Phuket—
Das thailändische Ministerium für Wirtschaftsentwicklung (DBD) deckte weit verbreitete Unregelmäßigkeiten auf, die darauf hindeuten, dass Strohmannstrukturen genutzt wurden, um thailändisches Recht zu umgehen.
Das DBD teilte dem Phuket Express mit, dass kürzlich Beamte des DBD, des Department of Special Investigation (DSI), der Phuket Tourist Police, der Phuket Immigration, des Provincial Office of Tourism and Sports und des Phuket Provincial Commerce Office gemeinsame Razzien bei Tourismusunternehmen, darunter Reiseveranstalter, Hotels, Restaurants und Bootsverleihe, durchgeführt haben.
Die Ermittler fanden Hinweise darauf, dass thailändische Staatsangehörige als Strohmänner oder Geschäftsführer für ausländische Investoren eingesetzt wurden, eine Praxis, die als „Trust-Unternehmen“ bekannt ist.
Hauptergebnisse
- Zehn Unternehmen im Visier: Die ersten Überprüfungen konzentrierten sich auf 10 verdächtige Unternehmen.
- Gemeinsame Adressen: Drei Firmen waren am selben Standort wie Buchhaltungsbüros registriert, was Verdacht erregte.
- Falsche Darstellung: Ein Buchhalter wurde dabei erwischt, wie er sich als Geschäftsführer ausgab und sogar den Ausweis einer anderen Person vorlegte. Die Polizei erhob Anklage gegen ihn gemäß dem Ausweisgesetz.
- Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind beteiligt: Es stellte sich heraus, dass in mehreren Büros Mitarbeiter als Aktionäre oder Direktoren in mehreren Unternehmen mit ausländischer Beteiligung tätig waren – ein ungewöhnliches Muster, das auf Strohmannaktivitäten hindeutet.
Phuket gilt aufgrund seiner stark vom Tourismus abhängigen Wirtschaft als Hochrisikoprovinz. Von den 29,090 registrierten Unternehmen weisen über 11,263 (38.7 %) ausländische Beteiligungen auf. Obwohl die meisten ausländischen Anteile unter 50 % liegen und somit die Beschränkungen des Foreign Business Act von 1999 umgehen, vermuten die Behörden, dass viele dieser Strukturen Strohmanngeschäfte verschleiern, die der Gesetzesumgehung dienen.
Fünf Unternehmen wurden vorgeladen, um weitere Erläuterungen abzugeben. Drei von ihnen wurden bereits identifiziert, weil sie Mitarbeiter oder Buchhalter als Anteilseigner in von ausländischen Staatsangehörigen kontrollierten Firmen einsetzen. Die Behörden kündigten eingehendere Ermittlungen und eine zügige Strafverfolgung derjenigen an, die sich der Beihilfe zu illegalen Geschäftspraktiken schuldig gemacht haben.

DBD-Generaldirektor Poonpong Naiyanapakorn erklärte, dass das Vorgehen darauf abziele, die Netzwerke von Strohmännern an der Wurzel zu zerschlagen:
„Wir sind entschlossen, das Gesetz konsequent durchzusetzen, um Transparenz und Fairness im thailändischen Geschäftsumfeld zu gewährleisten. Durch verstärkte proaktive Maßnahmen und datengestützte Analysen des Unternehmensverhaltens werden wir skrupellose Akteure daran hindern, thailändische Ressourcen auszubeuten und gleichzeitig legitime Investoren schützen.“
Die Behörden betonten, dass die Durchsetzung zwar streng sein werde, Thailand aber weiterhin bestrebt sei, ein einladendes Umfeld für rechtmäßige ausländische Investitionen zu schaffen.





