Phuket -
Die thailändischen Behörden haben einen deutschen Staatsbürger festgenommen, der als Yachtkapitän in der Andamanensee tätig war, nachdem sie einen mutmaßlichen, im Geheimen betriebenen Luxusreiseveranstalter aufgedeckt hatten, der angeblich nicht autorisierte Reisepakete im Wert von Hunderttausenden von Baht pro Person verkaufte.
Das Zentrale Ermittlungsbüro teilte dem Phuket Express mit, dass es gemeinsam mit der Touristenpolizei von Phuket und Beamten des Tourismusministeriums die Operation nach fünfmonatigen Ermittlungen eingeleitet habe. Die Beamten hatten ein Netzwerk von Ausländern observiert, die im Verdacht standen, unter dem Deckmantel von Yachtvermietungen illegale Reiseveranstalter zu betreiben.

Die Ermittler stellten fest, dass die von einem deutschen Staatsbürger angeführte Gruppe online exklusive Segelreisen für deutsche Touristen anbot. Die als zehntägige, zehnnächtige Kreuzfahrten über die Andamanensee beworbenen Pakete wurden zu überhöhten Preisen verkauft und in den sozialen Medien breit gestreut.

Am 12. März fingen Beamte vor der Küste von Phuket eine Luxusyacht ab. Das Schiff wurde vom deutschen Verdächtigen kommandiert und beförderte sechs deutsche Touristen, die bestätigten, die Reise über eine Website gebucht und im Voraus bezahlt zu haben. Die Behörden stellten fest, dass das Unternehmen hinter der Yacht keine Lizenz für den Betrieb eines Reiseveranstalters besaß, obwohl es sich als Vermietungsunternehmen ausgab.

Die Polizei erhob Anklage gegen den Verdächtigen wegen „Betriebs eines Reiseunternehmens ohne Genehmigung“ gemäß dem Tourism Business and Guide Act (2008) und wegen „Nichtmitführens einer Schiffslizenz“ gemäß dem Navigation in Thai Waters Act (1992).
Weitere Untersuchungen ergaben, dass ähnliche Machenschaften in der Region aktiv sind und häufig Strohmänner oder Briefkastenfirmen nutzen, um ausländische Eigentümer zu verschleiern. Behörden warnten, dass solche Praktiken seriöse thailändische Reiseveranstalter, die die Lizenzbestimmungen einhalten, untergraben.





