Phuket -
Die Polizei in Phuket hat eine großangelegte Operation gegen Strohmännerunternehmen gestartet und im Rahmen einer landesweiten Kampagne zur Eindämmung illegaler ausländischer Eigentumsverhältnisse acht gezielte Standorte auf der Insel durchsucht.
Generalmajor Sinlert Sukhum, Kommandant der Provinzpolizei Phuket, gab die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz bekannt, an der Provinzbeamte, Polizeichefs und Pressevertreter teilnahmen. Die Razzia, die auf Anweisung der Regierung und der Königlich Thailändischen Polizei durchgeführt wurde, richtete sich gegen Mietwagenfirmen, Immobilienunternehmen und Kindertagesstätten in Patong, Chalong, Cherng Talay, Karon, Kamala, Sakhu und anderen Gebieten.
Die Behörden prüften eingehend Handelsregisterauszüge, Gewerbescheine, Aktionärsstrukturen, Stammkapital und Finanzunterlagen, um festzustellen, ob thailändische Staatsangehörige als Strohmänner für ausländische Investoren agierten. Die gesammelten Beweise werden für die Einleitung rechtlicher Schritte und die Ausweitung der Ermittlungen genutzt.

Generalmajor Sinlert erklärte, dass jegliche nachgewiesene Strohmann-Geschäfte ausnahmslos strafrechtlich verfolgt würden, wobei thailändische Aktionäre, Unternehmen und ausländische Begünstigte gleichermaßen betroffen seien. Er merkte an, dass bereits sieben ähnliche Fälle vor Gericht gebracht worden seien, von denen einige zu Verurteilungen geführt hätten und andere noch gerichtlich geprüft würden.
Behörden haben die Öffentlichkeit eindringlich davor gewarnt, Angebote zur Übernahme von Stimmrechtsvertretungen anzunehmen. Gemäß dem thailändischen Gesetz über ausländische Unternehmen von 1999 wird die Tätigkeit als Strohmann streng bestraft: mit bis zu drei Jahren Haft, Geldstrafen zwischen 100,000 und 1,000,000 Baht oder beidem. Bei fortgesetzten Verstößen können zudem tägliche Geldstrafen von 10,000 bis 50,000 Baht verhängt werden. Gerichte können Unternehmen die Betriebseinstellung anordnen, die Unternehmensregistrierung widerrufen oder unrechtmäßige Beteiligungsstrukturen auflösen.
Die Bürger werden dringend gebeten, verdächtige Aktivitäten den örtlichen Polizeistationen zu melden oder die rund um die Uhr erreichbare Notrufnummer 191 anzurufen.





