Phuket, Thailand
Eine Gruppe chinesischer Touristen hat laut lokalen Medienberichten für Empörung gesorgt, nachdem sie angeblich nachts am Kata Beach in Phuket Papageifische, eine geschützte Art, getaucht und mit der Harpune gefischt hatten.
Der Vorfall, auf den Facebook-Seiten aufmerksam machten, ereignete sich in der Nacht zum 9. Mai. Touristen sollen die Fische während eines Nachttauchgangs mit Speeren gefangen haben. Ein vorbeikommender russischer Tourist bat darum, einen der harpunierten Papageifische für ein Selfie halten zu dürfen, was die Kritik im Internet weiter anheizte und in den thailändischen sozialen Medien die Forderungen nach einer Abschaffung des derzeitigen sogenannten kostenlosen Visums verstärkte.

Papageifische (in Thailand als Pla Nok Kaew bekannt) sind für Korallenriff-Ökosysteme unerlässlich. Sie helfen, das Algenwachstum zu kontrollieren und tragen durch das Zerkleinern von Korallen zur Sandbildung bei, wodurch sie eine Schlüsselrolle für den Erhalt gesunder Riffe spielen. Nach thailändischem Recht kann die Schädigung oder Entnahme geschützter Meeresarten in Gebieten wie den Küstengewässern von Phuket zu Geldstrafen und sogar Gefängnisstrafen führen.
Der Beitrag löste heftige Reaktionen in den sozialen Medien Thailands aus. Viele Nutzer forderten die Behörden auf, den Vorfall zu untersuchen und Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt zu ergreifen. Phuket, ein beliebtes Touristenziel, war bereits wiederholt Schauplatz von Vorfällen mit Besuchern und geschützten Meerestieren, darunter Fälle von Speerfischen und Korallenbeschädigung durch Touristen.

Die lokalen Behörden haben sich zu diesem konkreten Vorfall noch nicht offiziell geäußert, doch ähnliche Fälle in der Vergangenheit führten zu Verhaftungen, Bußgeldern und Anklagen wegen Verstößen gegen Umweltschutzgesetze. Die Behörden appellieren regelmäßig an Touristen, die Meeresschutzbestimmungen zu beachten, insbesondere an beliebten Tauchplätzen rund um die Insel.
Dies geschieht zu einer Zeit, in der im ganzen Land gegen Ausländer vorgegangen wird, die sich schlecht benehmen, und die Rufe nach einer Änderung des derzeitigen kostenlosen Visaprogramms zunehmen. Viele in den thailändischen sozialen Medien sagen, dieser Vorfall sei ein weiterer Beweis dafür, dass die derzeit laschen Visabestimmungen verschärft werden sollten.




