PHUKET –
Die thailändische Antikorruptionspolizei hat den Verwaltungsdirektor der Provinz Phuket, Rungreung Thimabutr, wegen des Verdachts der Bestechung im Zusammenhang mit Einstellungsprüfungen für die Kommunalverwaltung festgenommen. Die Festnahme erfolgte am 26. Juni 2026 auf Grundlage eines Haftbefehls des Strafgerichts für Korruptions- und Amtsmissbrauchsfälle der Region 9.
Die Behörden werfen Herrn Rungreung vor, als Mittelsmann fungiert und von drei Mitgliedern des Freiwilligenverteidigungskorps (Or Sor) jeweils 300,000 Baht, insgesamt also 900,000 Baht, gefordert zu haben. Das Geld war angeblich für Beamte der Kommunalverwaltung bestimmt, um ihnen bei Einstellungsprüfungen Vorteile zu verschaffen. Der Vorfall ereignete sich Berichten zufolge im Bezirk Hat Yai in der Provinz Songkhla.
Der Zeitpunkt der Verhaftung hat öffentliches Aufsehen erregt: Nur einen Tag zuvor hatte die Provinzverwaltung Herrn Rungreung nach einer einmonatigen Versetzung in die Zentrale wieder in seinen Posten in Phuket eingesetzt. Beamte erklärten, die interne Untersuchung seines Verhaltens während dieser Versetzung sei abgeschlossen, sodass er seine Aufgaben in der Provinz wieder aufnehmen könne.
Herr Rungreung war zuvor in die Kritik geraten, weil er angeblich einem bedeutenden Drogenverdächtigen, der öffentlich unter dem Namen „Nam Ngern“ bekannt ist, geholfen hatte. Diese Kontroverse führte zu seiner vorübergehenden Versetzung zur Provinzverwaltung, bevor er in Phuket wieder eingesetzt wurde.
Die Polizei betont, dass die Ermittlungen in dem Fall andauern. Herr Rungreung gilt, wie alle Angeklagten, bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.




